Erfahrungsbericht


    Wirkung von Brennhaaren
    Ein Bericht von Dana Wittek (25.03.04)

    Ich besaß ein subadultes Theraphosa blondi Männchen, dessen Charakter ganz passabel war, er war weit vom "Blondi-Temperament" entfernt, aber dennoch ein wenig aggressiv. Bei Reinigungsarbeiten muß er sich wohl bedroht gefühlt haben, denn er bombadierte kurz und unerwartet.

    Ich konnte keine Wirkung wahrnehmen, aber nach ca. 15 Minuten setze eine leichte Atemnot ein und ein starker, tief aus der Brust kommender Husten. Beim Einatmen hatte ich das Gefühl bis in die Zehenspitzen Luft zu holen, beim Ausatmen musste ich unweigerlich husten.

    Diese Symptome hielten ungefähr zwei Stunden an, am nächsten Morgen verspürte ich ein leichtes Brennen im Hals, aber das verschwand während des Tages.

    Etwa ein Jahr später hatte ich wieder Pech: mein eigentlich sehr ruhiges Vagans-Weibchen hatte wohl einen "schlechten Tag", denn als ich sie mittels einer Heimchendose einfangen wollte, bombadierte sie ca. achtmal hintereinander. Da ich von ihrem Verhalten im ersten Moment überrascht war, atmete ich in irgendeiner Weise ziemlich tief ein und bekam natürlich die komplette Ladung an Brennhaaren ab.

    Sofort schwollen meine Schleimhäute an und färbten sich knallrot. Ich hatte das Gefühl Schnupfen zu haben da meine Nase lief.

    Ich musste oft niesen und hatte jedes Mal extreme Schmerzen, wenn ich die Nase bewegte oder sie berührte. Der Bereich um meine Nasenlöcher brannte und ich bekam Kopfschmerzen, begleitet von häufigem Schwindelgefühl.

    Am nächsten Tag war ich total kraftlos, so dass mir öfter die Beine wegsackten. Und mein Geruchssinn setzte aus.

    Man sollte sich nach so einem Angriff die Nase befeuchten oder viel Wasser trinken. Schlaf ist danach ein gutes Mittel, um die Symptome abklingen zu lassen. Hilfreich ist es Salzwasser in der Nase hochzuziehen oder feuchte Tücher in die Nase zu stecken.

    Und man sollte das Rauchen für mindestens zwei Tage vermeiden da es die Symptome verstärkt. Bei mir traten nach dem Rauchen starke Übelkeit, Schwindelgefühl und Schmerzen auf.

    Jegliche Symptome verschwanden bei mir nach zwei Wochen, wobei aber erwähnt sei, dass ich höchstwahrscheinlich extrem allergisch auf Vogelspinnenhaare jeglicher Art reagiere. Aber da ich jetzt immer einen Mundschutz trage, wenn ich am/im Terrarium arbeite habe ich keine Probleme. Diesen Mundschutz kann ich nur jedem empfehlen, er ist günstig im Baumarkt zu erstehen und bietet großen Schutz, denn niemand kann seine noch so liebe Spinne in jeder Situation beurteilen und ihr Verhalten vorausahnen.



    Autorin: Dana Wittek