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Erfahrungsbericht
Hybriden/Geschlechtsmerkmale
Ein Bericht von Marcel Schiffer
Ich begann vor 3 Jahren mit meiner Vogelspinnen-Sammlung. Zu meinen ersten Arten gehörten z.B. die Grammostola Rosea, Avicularia Versicolor und die Pterinochilus vorax.
Als meine Sammlung immer größer wurde, bekam ich auch Lust, meine Arten selber zu züchten. Die ersten Paarungsversuche machte ich mit meiner Versicolor, die Paarung verlief erfolgreich, dachte ich zumindestens im Moment, als ich aber in den darauf folgenden Monaten nichts feststellen konnte, dass es hingehauen hatte, versuchte ich es ein zweites Mal, was auch hinhaute. Ziemlich frustriert darüber, dass die Paarung stattfand, aber nichts passierte, war so groß, dass ich mit ihr zu einem befreundeten Züchter ging, der mir daraufhin erklärte, dass es sich um Hybridenzucht handelte. Da war ich erstmal erstaunt, weil ich gar nicht wusste, dass so etwas geht. Jetzt mal zur Hilfe: Hybriden sind Vogelspinnen die mit einer artverwandten Spinnenart gekreuzt worden sind. Als ich das herausfand, war ich so entsetzt darüber, das ich mich mit diesem Thema mehr befasst habe und mittlerweile sichere
Methoden gefunden habe, wodurch man solche Zuchten voneinander unterscheiden kann.
Das erste Merkmal ist, wenn man sich so eine Spinne gekauft hat, wächst sie nicht richtig, selbst unter optimalen Bedingungen dauert es bei Spiderlingen fast 3-4 Monate, bis sie sich das nächste Mal häutet. Eine andere Sache ist, dass sie keinen großen Hunger haben und nur sehr selten Futter annehmen, was auch schon zum Sterben im frühen Alter führen kann. Das Problem ist, dass man es den Spinnen nicht ansieht, weil sie das Aussehen von ihrer Mutter kriegen. Es gibt auch Ausnahmefälle, wo es sich um echte Arten handelt, die sich aber trotzdem so benehmen. Dafür gibt es aber eine sichere Art, das festzustellen, eine der besten Möglichkeiten für so eine Erkennung ist, eine Haut im semiadulten Alter zu einem vertrauenswürdigen Züchter zu schicken und die Haut von ihm mikroskopisch untersuchen zu lassen. Man kann es auch selber machen, was aber sehr viel Kenntnis verlangt, und man benötigt sehr viel Fingerspitzengefühl dafür. Aber es gibt auch Adressen, wo man sie hinschicken kann, was aber ein paar Euro kostet. Sie stellen fest, ob die Geschlechtsorgane verkümmert sind, weil ohne kann ja keine Paarung funktionieren.
Es gibt noch eine andere Methode wie man es festellen könnte, die aber nicht sehr sicher ist und auch nur bei wenigen Arten klappt, man muss sich das Fell genauer anschauen, bei Hybriden, die durch Sortenpaarung entstanden sind, ist das Fell entweder dunkel, oder wenn ein Seidenschimmer da sein sollte, wirkt das Aussehen ziemlich matt. Ich will hoffen, dass ich euch weiterhelfen konnte und ihr ein paar sichere Merkmale jetzt kennt.
Ciao, vielleicht sieht man sich ja mal auf Börsen.
Autor: Marcel Schiffer
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